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Kurz nach 13 Uhr machte ich mich nach
Leuna auf, um dort erst einmal zu
gucken, ob das Testspiel zwischen Leuna
und Lützen wirklich stattfindet. Fand es
natürlich nicht, da Schnee auf dem
Kunstrasen lag. Auf der Sportstätte der
Jugend war auch nichts los, also ab zum
Handball in die Sporthalle Leuna. Fünf
Minuten vor dem angesetzten Anwurf war
allerdings auch da nichts los. Also den
Hallenwart gefragt und der sagt mir,
dass das Spiel wegen einem
Faustballturnier um eine Stunde nach
hinten verlegt wurde, zu dem allerdings
eine Mannschaft weniger als angesetzt
erschien, weswegen Faustball schon kurz
nach eins zu Ende war und das
Handballspiel eigentlich auch schon um
14 Uhr hätte angepfiffen werden können.
Na gut, dann halt noch ein bisschen
durch Leuna geradelt und Fotos gemacht,
ehe das Spiel dann endlich anfing.
Kaum 30 Zuschauer, aber immerhin wurde
ganz gut mitgegangen beim Spiel. Das
Aufeinandertreffen verlief anfangs
anders als gedacht, da die Gäste - aus
der schönen Weinstadt an der Unstrut,
die für eine der größten Burgen
Deutschlands, die Neuenburg und den
Turnvater Friedlich Ludwig Jahn bekannt
ist, jedoch derzeit Tabellenletzter mit
nur einem Sieg aus neun Spielen - gegen
den TSV Leuna, die sich einen Zweikampf
um den Aufstieg und den ersten
Tabellenplatz mit dem Weißenfelser HV
III liefern, andauernd in Führung lagen.
Bis zur Mitte der ersten Hälfte führten
die Jahnstädter mit manchmal sogar drei
Toren, ehe Leuna sechs Treffer hinter
einander erzielte. Bis zur Pause hatten
sie die Führung auf fünf Tore ausgebaut.
Was die Schiris in der Pause gemacht
haben, will ich gar nicht wissen.
Jedenfalls brachten sie nach dem
Seitenwechsel beide Seiten mit konfusem
Gepfeife gegen sich auf. Sich aufzuregen
war zwar nicht wirklich nötig, da das
Ergebnis bald deutlich werden sollte -
Leuna brauchte zwar sieben Minute, ehe
sie einmal trafen, während Freyburg kurz
nach der Pause schon einmal ein Tor
erzielten, doch die Führung war bis zur
45. Minute richtig ausgebaut worden -
aber nach einer eigentlich fehlerfreien
Leistung in Hälfte eins ist der Absturz
der Schiedsrichterleistung wirklich
erwähnenswert: dauernd waren die zwei
sich uneinig (wenn der Schiri und die
Schiririn ein Ehepaar sind, würde es
passen) und brachten dann solche
Knaller, wie nach einem Freyburger
Stürmerfoul: die Frau, die allerdings
sonst noch inkompetenter war, pfeift
völlig richtig Stürmerfoul, ein
Freyburger beschwert sich kurz und
sachlich, der zweite Schiri gibt völlig
unsinnig für Abwehr durch den Kreis
Freiwurf (kein Siebenmeter)
für Freyburg und zwei Minuten wegen
Meckern gegen die gleiche Mannschaft.
Gut, dass das Spiel so eindeutig war.
Freyburg kam halt eben nicht an gegen
die Leunaer, die zum einen den klar
besseren Torwart hatten (was die beiden
Freyburger hielten, war fast nichts,
während der Abteilungsleiter gut 50
Minuten auf der Platte eine prima Figur
machte, was bei seinem unvorteilhaften
Körperbau echt nicht selbstverständlich
ist), zum anderen auch die treffsicheren
Schützen: Teilweise wurden richtig
schöne Tore mit Sprung in den Kreis und
Knaller in den Winkel nach schnellem
Tempogegenstoß erzielt. Also wirklich
schön, was Leuna da bot! 38:20 auch in
der Höhe in Ordnung! |